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(as of Apr 04, 2023 03:07:46 UTC – Details)


Die Modebranche hat in den letzten Jahren Fortschritte in Bezug auf diverse Körperformen, Hautfarben und Geschlechter gemacht. Aber was ist mit Menschen mit Behinderungen? Auch wenn die Modelbranche langsam aber sicher begonnen hat, die Präsenz von Menschen mit Behinderung auf Mode-Laufstegen und Kampagnen zu erhöhen, bleiben sie noch immer selten in der Industrie vertreten.

Dis/ability Mode konzentriert sich auf die Veränderung dieser Realität und die Schaffung einer inklusiven Industrie, die Personen mit Behinderungen einbezieht, indem sie Kleidungsstücke und Accessoires anbietet, die auf ihre verschiedenen Bedürfnisse abgestimmt sind. Obwohl die Imagination von Kleidung als identitätsexpressivem und autonomem Ausdruck von der Persistenz von Behindertenstereotypen beeinflusst wird, gibt es viele Möglichkeiten, Kleidung als Befreiung von Einschränkungen und zugleich als eine Form der Selbstansprache zu nutzen.

Ein wichtiger Aspekt bei Dis/ability Mode ist die Anpassung von Kleidungsstücken an die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Behinderungen wie zum Beispiel Rollstuhlfahrern. Viele Kleidungsstücke sind nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen ausgerichtet. Mit speziell entworfenen Kleidern, Jacken und Hosen können sich diese Menschen jedoch sicherer und komfortabler fühlen. Anpassungen inkludieren zum Beispiel dehnbare Stoffe oder Schnitte, die verstellbar sind, um Bewegungsfähigkeit zu ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt von Dis/ability Mode ist die Darstellung von Menschen mit Behinderungen in der Modeindustrie. Oft werden Menschen mit Behinderungen in der Modebranche vergessen, da ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten stereotype Vorstellungen von Schönheit und Perfektion nicht erfüllen. Die Modebranche hat jedoch eine Verantwortung, die verschiedenen Körperformen, Hautfarben und Fähigkeiten widerzuspiegeln, die die Vielfalt unserer Gesellschaft ausmachen. Hier kann Kleidung als Mittel der politischen Repräsentation genutzt werden, wodurch sich auch diverse Bedürfnisse in den Fokus rücken.

Dis/ability Mode steht auch für eine inklusive Praxis durch sämtliche Bereiche der Modeindustrie hinweg, angefangen von der Produktion bis hin zur Vermarktung. Dies umfasst, dass auch Menschen mit Behinderung in Planung und Durchführung von Marketing-Kampagnen und Shootings einbezogen werden. Es ist wichtig, dass die Modeszene durch eine inklusive Herangehensweise an Produkte und Marketing-Kampagnen ein authentisches Sein und Zeigen von Teilhabe propagiert.

Dis/ability Mode ist ein wichtiger Fortschritt in der Modeindustrie, indem sie dafür sorgt, dass Menschen mit Behinderungen eine stärkere Präsenz und eine bessere Teilhabe in der Branche haben. Das Konzept ist ein wichtiger Schritt in Richtung vestimentärer Inklusion und sendet eine wichtige Botschaft: Die Modebranche ist eine Branche für alle und sollte auch von allen empfunden werden.

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